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Tipps zur richtigen Teppichpflege

Wer seinen Teppich schonen möchte, hängt ihn nach alter Väter Sitte an die Wand. Denn Teppiche - lateinisch: "tapeta" - sind meistens gemusterte Gewebe, die seit dem Altertum zum Bekleiden von Wänden (die späteren Tapeten) sowie zum Bedecken von Fußböden, Polstern usw. dienen. Diese vielseitige Verwendung finden die Teppiche gegenwärtig nur noch im Orient, während sie in Europa fast ausschließlich zum Bedecken von Fußböden benutzt werden.

Als ältester geknüpfter Teppich gilt heute der Teppich aus einem Grab im Pasyryktal in Südsibirien (Äußere Mongolei). Er wurde 1949 gefunden und ist dank der Eiskonservierung in gutem Zustand erhalten. Man geht davon aus, dass er um 500 v. Chr. wahrscheinlich in Westasien entstanden ist. Das Fragment ist ausgestellt in der Eremitage in St. Petersburg.[1] An ihm erkennt man bereits alle Merkmale des Orientteppichs.

Um 330 v. Chr. bringt Alexander der Große erstmals Orientteppiche von seinen Asienfeldzügen mit ins Abendland. Da Teppiche aus vergänglichem Material gemacht sind, gibt es nicht sehr viele historische Artefakte, an denen sich die Entwicklung der Muster rekonstruieren ließe. Da es nur sehr wenige erhaltene Teppiche aus dem frühen 15. und 16. Jh. gibt, ist man im Bereich der Teppichgeschichte sehr stark von bildlichen Überlieferungen abhängig. Eine wichtige Informationsquelle dafür ist die orientalische Architektur. Die Architekten des Orients haben sich für die Mosaikmuster auf ihren Bauten von den Teppichen inspirieren lassen und die Muster so in einer viel dauerhafteren Form für die Nachwelt konserviert. Auch auf vielen Gemälden der damaligen Zeit lassen sich die Ursprünge und die Wandlungen der Knüpfkunst und des Zeitgeschmacks studieren. Durch eine große Liebe zum Detail beim Festhalten von Alltagsszenen oder bei der Auftragsmalerei bekannter Adelshöfe wurden so auch Teppiche mit gemalt. Daher ist es uns heute möglich, die Entwicklung der türkischen (osmanischen) Teppichknüpferei zu dokumentieren. (Quelle: Wikipedia)

Farbstoffe in Teppichen
Die Wolle für den Flor wurde vor der Erfindung synthetischer Farbstoffe (nach 1850) ausschließlich mit pflanzlichen oder tierischen Farbstoffen gefärbt. Für Rot kamen Krapplack und Cochenille auf Alaun-gebeizter Wolle zur Anwendung. Für Gelbtöne standen eine große Zahl von Pflanzen zur Verfügung. Zur Blaufärbung (grün auf gelb gefärbter Wolle) stand seit dem Altertum Indigo zur Verfügung (heute synthetisches Indigo). Ende des 19. Jahrhunderts fanden synthetische Farbstoffe, erst äußerst sparsam, später als Ersatz für die traditionellen Farbstoffe Verwendung. Ein Magentarot, das kaum lichtecht war, ist Fuchsin. Auf der Florseite ausgeblichen ist es auf der Rückseite noch rotviolett erkennbar. Es wurde vor 1900 eingesetzt. Ponceau 2R ersetzte teilweise Krapp, bevor synthetisches Krapp (Alizarin) verwendet wurde. Amaranth wurde als Ersatz von Cochenille eingesetzt. (Quelle: Wikipedia)

Geschichtliches zu Teppichen
Teppiche wurden im frühen Großbritannien bereits zwischen 1570 und 1603 gefertigt. Es wurden dabei zwei Stilrichtungen unterschieden, einmal die anatolischen Vorlagen mit bevorzugt geometrischen Mustern und die persischen Vorlagen, deren Muster aus der persischen Miniaturen stammten.

Als gutes Beispiel für persische Vorlagen gilt der berühmte Hulse-Teppiche aus dem Jahre 1614. Seine Größe beträgt 3,49 m × 2,52 m. Kette und Schuss sind aus Leinen bzw. Hanf, die Knüpfung aus Wolle. Bei der Knüpfung wurden symmetrische Knoten verwendet. Der Teppich zeichnet sich durch ein üppiges, florales Muster und die relativ große Anzahl der Farben (21) aus und ist heute Teil der Privatsammlung von Sir Westrow Hulse, Breamore House, Hampshire. (Quelle: Wikipedia)

Das hilft bei Teppichflecken
Ein schöner Abend mit Freunden, ein opulentes Mahl auf dem Tisch, reichlich Rotwein - und das böse Erwachen am nächsten Morgen: Weißbrotkrümel sind noch das kleinste Übel auf dem schönen "Perser" unter dem Esstisch. Hinzu gesellen sich Rotweinflecken und fest getretene Essensreste. Oft ist das "das ganze Programm" an Freudenspendern für die Hausfrau auf dem schönen Teppich zu finden.

Vorbeugende Teppichpflege
Wohl dem, der in dieser Situation über einen noch gut imprägnierten oder gar nachträglich versiegelten Teppich verfügt. In diesem Fall nehmen die (Kunststoff- oder Naturwoll-) Fasern den Schmutz gar nicht erst auf. Er "perlt" an ihnen ab, trocknet, zerbröselt und lässt sich mit dem einfachsten aller Teppichreinigungsgeräte aufnehmen: dem Staubsauger.

Neue, hochwertige Teppiche sind von Haus aus imprägniert; kommen sie aus einer professionellen Teppichreinigung zurück, gilt dies ebenfalls. Ob man zur Teppich Pflege zu den in Heimwerker-Manier aufzubringenden Nano-Versiegelungen aus dem Baumarkt oder dem Versandhandel großes Vertrauen hat, sei jedem selbst überlassen. Fakt ist: Es gibt sie und ausprobieren schadet nicht. (Quelle: www.haushalt-garten-ratgeber.de)

Die hartnäckigen Teppichflecken
Besonders hartnäckige Fälle erfordern allerdings "Spezialbehandlungen". Bei Rotwein etwa kommt es auf das Tempo an: Unmittelbar nach der Verschmutzung wird der Fleck mit Wasser abgetupft. Anschließend kräftig mit Speisesalz bestreuen. Das Salz bindet den Wein und kann nach dem Trocknen abgesaugt werden. Kerzenwachs wird mit einem Messerrücken abgekratzt und anschließend mit Fleckentferner oder Waschbenzin nachbehandelt (vorab an verdeckter Stelle testen!). Und Blut kann - solange es frisch ist - mit kaltem Wasser ausgetupft werden.

Bleibt der "worst case" einer bereits abgebauten oder gar nicht erst vorhandenen Imprägnierung. Der Fleck ist im Teppich und muss entfernt werden. Für diesen Fall empfiehlt die Europäische Teppich Gemeinschaft e.V. eine Vorgehensweise mit drei "Eskalationsstufen":

Konventionelle Fleckenbehandlung mit lauwarmem Wasser. Es wird - ohne jeglichen Zusatz von Spül- oder Reinigungsmittel - auf den Fleck aufgebracht. Lassen Sie das Wasser kurz einwirken und tupfen Sie es anschließend mit einem saugfähigen Tuch ab. Einsatz von Teppich Shampoo. Mit seiner Hilfe lassen sich fetthaltige Verschmutzungen anlösen und nach und nach abtupfen.

Nachbehandlung mit Fleckentfernungsmitteln. Der Einsatz von Fleckentfernungsmitteln darf nur auf trockenen Teppichböden erfolgen. Wer "auf Nummer sicher" gehen möchte, testet vorab an einer verdeckten Stelle, ob sich der Teppich durch das Mittel verfärbt.

Übrigens: Regelmäßiges Staubsaugen ist die beste präventive Teppich Pflege. Sie entfernt grobes Material, ehe es sich fest tritt und beugt der Bildung von Hausstaubmilben vor. (Quelle: www.haushalt-garten-ratgeber.de)

Allgemeines zum Teppich
Erste Entwürfe für automatische Webstühle entstanden im 18. Jh. Der Engländer E. Cartwright meldete im Jahre 1785 das erste Patent auf einen mechanischen Webstuhl an, der von R. Robertsum 1826 in Manchester zu einem betriebsfähigen Webstuhl weiterentwickelt und auf den Markt gebracht wurde. 1889 wurde von dem Amerikaner Northrop die erste vollautomatische Webmaschine (Webautomat) vorgestellt. 1767 erfand Richard Arkwright die Spinning-Throstle, den Kettenstuhl und um 1785 die Kardier- und Vorspinnmaschine. James Hargreaves erfand 1764 die Spinning Jenny, die das gewöhnliche Handspinnrad ersetzte.

Zuerst mit Wasserkraft betrieben und später mit der 1764 von James Watts erfundenen Dampfmaschine war der Grundstein in England für ein Fabriksystem gelegt. Die eigentlichen europäischen Teppiche werden auf Webmaschinen, die besseren auf der Jacquardmaschine, die er 1825 erfand hergestellt oder sie werden in der überwiegenden Zahl getuftet. Hierbei werden in ein bestehendes Grundgewebe mit Nadeln sehr dicht nebeneinander Fadenschlingen eingebracht. Diese Fadenschlingen werden anschließend aufgeschnitten. Getuftete Teppiche sind weniger haltbar als echte Webteppiche, aber die Herstellung ist preiswerter.

Die glatten Teppiche bilden in Europa wie im Orient gewöhnlich die geringere Sorte; man verfertigt sie aus Kuh- oder Ziegenhaar, ordinärem Streichgarn oder Jute und benutzt sie als Laufteppiche, zum Bedecken von Treppen, Fluren usw. Hierzu zählen auch die Kidderminsteppiche aus Doppelgewebe, wollener oder baumwollener Kette und viel stärkerem wollenen Schuss; das Muster erzeugt sich rechts und links in gleicher Weise. Kidderminster-Teppiche werden mit der mechanischen Spoolaxminster- oder Greifertechnik hergestellt. Da diese Art der Herstellung erstmals in der englischen Stadt Kidderminster erfolgte, wurden die Teppiche nach Ihrer „Geburtsstadt“ benannt. Die Bezeichnung "Doppelgewebe" ist falsch.

Die Plüschteppiche haben entweder einen ungeschnittenen Flor, der kleine, geschlossene Noppen bildet (Brüsseler Teppiche), oder einen aufgeschnittenen Flor, der eine samtartige Oberfläche bildet (Velours-, Tournai-, Wilton-, Axminsterteppiche). Die Herstellung ist im Wesentlichen die der Plüsche und Samte. Das Muster wird meistens mit der Jacquardmaschine hervorgebracht, und je nachdem es mehr oder weniger Farben enthält, zieht man zwischen je zwei leinenen Grundfäden mehr oder weniger Polfäden in jedes Riet ein und unterscheidet nach der Zahl derselben die Teppiche als drei-, vier-, fünf- usw. chörige oder teilige.

Billigere Teppiche erzielt man durch Aufdrucken des Musters, indem man entweder das gewebte Stück bedruckt oder das Muster der Polkette vor der Verarbeitung appliziert. Das letztere Verfahren liefert eine sehr gute Ware, welche die im Stück bedruckten Teppiche weit übertrifft. Die Ornamentation der Teppiche ahmt entweder die orientalische Sitte nach (besonders bei Jacquardteppichen) oder sie bedeckt die ganze Fläche mit Blumen, Tieren, Architektur usw. (besonders bei bedruckten Teppichen). Das erste Prinzip hat sich als das für Teppiche ästhetisch angemessenste immer mehr Bahn gebrochen, so dass der Naturalismus in Deutschland, England und Österreich nur noch die billige Ware beherrscht.

In Frankreich ist dagegen das naturalistische Dessin in den extravagantesten Formen noch vorherrschend. Gegenwärtig werden in England, Österreich und Deutschland orientalische Teppiche aller Art nachgebildet. In Deutschland, das früher größtenteils Kettendruckteppiche lieferte, werden auch Teppiche in Brüsseler und Axminsterart fabriziert. (Quelle: Wikipedia)

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